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Transparenzsiegel

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Der Bundesverband Crowdfunding e.V. vergibt seit 2019 jährlich an Mitglieder das Transparenzsiegel „Transparente Crowdfunding-Plattform“. Dabei müssen die Crowdfunding-Plattformen zehn nicht-diskretionäre Kriterien erfüllen.

Der Bundesverband Crowdfunding e.V. vergibt seit 2019 jährlich an Mitglieder das Transparenzsiegel „Transparente Crowdfunding-Plattform“. Dabei müssen die Crowdfunding-Plattformen zehn nicht-diskretionäre Kriterien erfüllen, die der Verband jährlich überprüft. Diese dienen dem Anlegerschutz.

Was ist das Transparenzsiegel?

„Ziel ist es, diejenigen Plattformen hervorzuheben, die sich am Markt in vorbildlicher Weise für Investorenschutz einsetzen“, begründet der Bundesverband die Einführung und Vergabe seines Transparenzsiegels.

Das Ziel des Verbandes ist nachvollziehbar. Die Anzahl der in Deutschland aktiven Crowdfunding-Plattformen steigt stetig. Derzeit gibt es rund 60 aktive Plattformen, die Crowdfunding, Crowdinvesting oder Crowdlending anbieten.

Die Kriterien des Transparenzsiegels

Voraussetzung für den Erhalt des Transparenzsiegels ist die Mitgliedschaft als Plattform im Bundesverband Crowdfunding e.V. Damit einhergehend ist die Umsetzung des verabschiedeten, neun Punkte umfassenden Verhaltenskodex. Außerdem auch die Aufnahme der geltenden Reporting-Guidlines für Crowdfunding-Projekte in die Verträge zwischen Projektinhaber und Investoren.

Plattformen müssen zur Umsetzung des Datenschutzes im Unternehmen Stellung nehmen und Angaben zum Unternehmen wie auch zum letzten Prüfbericht übermitteln. Weiter abgefragt werden Informationen zum Qualitäts- und Beschwerdemanagement und Kriterien bei der Projektauswahl und -beschreibung.

Transparenzsiegel = Investorenschutz?

Crowdfunding ist eine direktere und meist auch transparentere Geldanlage, da Anleger sich unmittelbar mit einem Projekt auseinandersetzen und hierzu Informationen einholen. Das Transparenzsiegel spielt eine flankierende Rolle. Es dient zur besseren Einordnung, ob eine Crowdfunding-Plattform einen professionellen Betrieb vorweisen kann.

Zwar bilden selbstverständlich weiterhin die Projektinformationen die wesentliche Grundlage für die Investitionsentscheidung der Anlegerschaft, doch ist eine professionell agierende Plattform ein wichtiger Partner. Sie kann und muss in der Lage sein, die Interessen der Anleger nicht nur im Zeitpunkt der Investition, sondern auch bis zur Rückzahlung sachgerecht zu vertreten.

Transparenzsiegel = Einfach zu bekommen?

Den Plattformen dient das Siegel in erster Linie zur Außenwirkung. Sie zeigen damit plakativ, dass sie sich als Plattform einer Interessenvertretung angeschlossen haben und sich jährlich freiwillig an für Dritte nachvollziehbaren Kriterien prüfen lassen.

Die Hürden hierfür sind höher als man erwartet: Um das Siegel erhalten zu können, muss man Verbandsmitglied sein und mindestens 1.000 Euro Mitgliedsbeitrag pro Jahr zahlen. Doch selbst, wenn man dies erfüllen sollte, ist dies noch kein Freifahrtschein. Nur 75 Prozent der Crowdfunding-Plattformen im Verband haben für 2019 das Transparenzsiegel erhalten.

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