Steueridentifikationsnummer (Steuer-ID)

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Die Steueridentifikationsnummer, auch Steuer-ID genannt, hilft nicht nur dem Staat, Bürger:innen zweifelsfrei identifizieren zu können, sondern unterstützt auch die elektronische Datenübermittlung zwischen Bürger:innen und Finanzbehörden.

Was ist die Steueridentifikationsnummer und wozu dient sie?

Die Steueridentifikationsnummer, umgangssprachlich Steuer-ID genannt, hilft nicht nur dem Staat, Bürger:innen zweifelsfrei identifizieren zu können, sondern unterstützt auch die elektronische Datenübermittlung zwischen Bürger:innen und Finanzbehörden. Der Abbau der Bürokratie soll hiermit vorangetrieben werden.

Eingeführt wurde das Verfahren am 01. Juli 2007. Die elfstellige Steuer-ID wird jede:r deutsche:r Staatsbürger:in bereits zur Geburt zugeteilt. Für viele Neugeborene ist ein Brief vom Finanzamt somit die erste an sie adressierte Post. Einwander:innen erhalten ihre Steuer-ID bei der erstmaligen Anmeldung in Deutschland. Wichtig ist: Die Steuer ID darf nicht auf die jeweilige Person zurückzuführen sein, z.B. darf diese nicht das Geburtsdatum enthalten. Ist die steuerpflichtige Person seit mindestens 20 Jahren tot, so werden die dazugehörigen Daten gelöscht.

Wo finde ich meine Steuer-ID?

Wie findet man seine Steuer-ID heraus, wenn das entsprechende Dokument verlegt wurde? In der Folge eines Umzugs oder ähnlichen kann dies schnell passieren. In der Regel kann der Arbeitgeber oder die Hausbank hierüber Auskunft geben. Die Steuer-ID wird seit 2018 zusammen mit dem Freistellungsauftrag bei der Kontoeröffnung hinterlegt. Des Weiteren lässt sich die Identifikationsnummer auch vom Lohnsteuerbescheinigung oder Einkommensteuerbescheid einsehen.

Wann braucht eine Privatperson die steuerliche Identifikationsnummer?

Die Steueridentifikationsnummer wird beispielsweise bei der Beantragung von BAföG oder einem Jobwechsel benötigt. Dem neuen Arbeitgeber wird so ermöglicht, die Lohnsteuer korrekt abzuführen. Auch bei der Beantragung von Kindergeld wird die Steuer-ID erfragt.

Neben der steuerlichen Identifikationsnummer für Privatpersonen gibt es parallel noch die Wirtschafts-Identifikationsnummer für juristische Personen. Für die Teilnahme am europäischen Binnenmarkt benötigen diese außerdem eine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer. Andernfalls ist das umsatzsteuerfreie Wirtschaften hier nicht möglich.

 

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