CrowdDesk heißt jetzt portagon.

Mehr dazu erfahren

Steuerausländer

Lesedauer: 2 Minuten

Eine Person, die ihren Wohnsitz oder ihren gewöhnlichen Aufenthaltsort nicht in Deutschland hat, aber in Deutschland ein Einkommen erzielt, ist für das Finanzamt ein sogenannter Steuerausländer.

Was ist ein Steuerausländer? Wir haben die Antwort | portagon

Aufgrund der neuen Verordnung des European Crowdfunding Service Provider wird die Frage der Besteuerung von Kapitalerträgen im In- und Ausland immer dringlicher. Hier erfahren Sie alles, was Sie über Steuerausländer und deren Umgang mit Kapitalertragssteuern wissen müssen.

 

Was ist ein Steuerausländer?

Wer mit Investitionen Einnahmen erzielt, muss Steuern zahlen. Kapital wird jedoch grenzüberschreitend investiert. Somit werden Investoren zu Steuerausländern. Eine Person, die ihren Wohnsitz oder ihren gewöhnlichen Aufenthaltsort nicht in Deutschland hat, aber in Deutschland ein Einkommen erzielt, ist für das Finanzamt ein sogenannter Steuerausländer.

Beispiel: Eine Person, die in der Schweiz lebt und dort Einkünfte erzielt, investiert in Deutschland z. B. Kapital in ein grundschuldbesichertes Darlehen. Diese Person ist jedoch in keiner Weise sonst in Deutschland präsent. Aus Sicht der deutschen Steuerbehörden handelt es sich dann um einen Steuerausländer, der steuerpflichtige Einkünfte im Inland hat.

 

Wer kann Steuerausländer sein?

Dies können sein:

  • Auswanderer, die noch im Inland Einnahmen haben
  • Investoren, die nicht in Deutschland leben
  • Diplomaten
  • Angehörige ausländischer Truppen oder Organisationen

Welchen Steuerpflichten gibt es?

Beschränkt steuerpflichtige Steuerausländer sind grundsätzlich verpflichtet, ihr Einkommen anzugeben, sofern sie in den EStG-Katalog nach §49 aufgenommen wurden und keine Kapitalertragssteuer erhoben wurde. Dies betrifft daher regelmäßig den Bereich der Mieteinnahmen oder der gewerblichen Einnahmen.

Keine Steuerpflicht besteht beim Crowdlending. Falls dennoch die Kapitalertragsteuer vom Emittenten/Bank einbehalten wurde, können Steuerausländer die Erstattung  beantragen. Hierfür wenden sich diese an spezielle Finanzämter oder an das Bundeszentralamt für Steuern.

 

Welche Vor- und Nachteile  haben Steuerausländer?

Vorteile:

  • Weniger Kapitaleinkünfte besteuern lassen
  • Keine regelmäßige Steuererklärung
  • Wenig Kapitalertragssteuerabzüge auf Fremdkapitalvergütungen

Nachteile

  • Es kann vorkommen, dass Kapitalertragssteuern einbehalten werden, obwohl Einnahmen nicht steuerpflichtig sind → Nichtveranlagungsbescheinigungen bei Finanzämtern beantragen
  • Aufwändige Erstattungsanträge bei Bundeszentralamt für Steuern oder zuständigen Finanzämtern

Ausführliche Informationen zu diesem  Thema sowie eine Antwort auf die Frage, wie sich das Ganze mit „EU-Ausländern“ verhält, erhalten Sie in unserem Blogbeitrag Was sind Steuerausländer?

Wie hat Ihnen dieser Beitrag gefallen?

Durchschnittliche Bewertung 0 / 5. Anzahl der Bewertungen 0

Es tut uns leid, dass dieser Beitrag für Sie nicht nützlich war!

Verbessern Sie diesen Beitrag!

Was hat Ihnen nicht gefallen? Was können wir verbessern?

Wie hat Ihnen dieser Beitrag gefallen?

Durchschnittliche Bewertung 0 / 5. Anzahl der Bewertungen 0

Es tut uns leid, dass dieser Beitrag für Sie nicht nützlich war!

Verbessern Sie diesen Beitrag!

Was hat Ihnen nicht gefallen? Was können wir verbessern?