Nennwert

6 Minuten

Unter einem Nennwert versteht man einen auf einem Wertpapier aufgedruckter Betrag. Handelt es sich bei einem Wertpapier um Aktien, so spiegelt dieser Nennwert einen Teilbetrag des Grundkapitals der jeweiligen Aktiengesellschaft wider.

Was versteht man unter einem Nennwert?

Unter einem Nennwert, auch Nominalwert oder Nennbetrag genannt, versteht man einen auf einem Wertpapier aufgedruckter Betrag. Dieser wird meist in runden Beträgen (5, 50, 100) und mit einer Geldeinheit wie etwa Euro oder Dollar abgebildet und stellt den gesetzlich festgelegter Wert eines Zahlungsmittels dar. Handelt es sich bei einem Wertpapier um Aktien, so spiegelt dieser Nennwert einen Teilbetrag des Grundkapitals der jeweiligen Aktiengesellschaft wider. § 8 Absatz II des Aktiengesetzes, kurz AktG, besagt, dass der Mindestnennwert einer Aktie einen Euro betragen muss. Bei einer Anleihe handelt es sich um einen Teilbetrag der Gesamtschuld. 

Wie berechnet sich der Nennwert?

Berechnet wird der Nominalwert einer Aktie, indem das Grundkapital der Aktiengesellschaft durch die Anzahl der ausgegebenen Aktien dividiert wird.

Grundkapital / Anzahl ausgegebener Aktien

Beispiel: Das Grundkapital einer Aktiengesellschaft beträgt zehn Millionen Euro. Es werden 1 Mio. Aktien ausgegeben. Somit beträgt der Nennwert 10 Euro.

10.000.000 / 1.000.000 € = 10 €

Nominalwert als Berechnungsgrundlage der Dividendenzahlung

Der Nominalwert wird bei der Berechnung der Dividende genutzt. Dabei spiet der Kurs der Aktie keine Rolle. Wird eine Aktie mit einem Nennwert von 10 Euro bewertet und eine Dividende von 5 % ausgeschüttet, so erhält jeder Aktionär pro Aktie 50 Cent.  (10 € * 0,05 = 0,50 €)

Unterschied zum Kurswert

Neben dem Nennwert gibt es auch den Kurswert. Der Kurswert unterliegt permanenten Schwankungen, je nach aktueller Marktlage. Der Nennwert hingegen bleibt immer stabil und ist unabhängig vom gehandelten Preis an den Börsen.

Nennwert bei Anleihen

Bei fest verzinsten Wertpapieren, wie Anleihen, gibt der Nennwert einen Betrag an,  den Emittenten einem Anleger schulden. Es handelt sich hierbei um einen Teilbetrag der Gesamtschuld. Dieser wird zum Ende der vereinbarten Laufzeit dem Käufer des Wertpapiers zurückgezahlt.

 

 

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