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Kreditwesengesetz (KWG)

Lesedauer: 2 Minuten

Das Kreditwesengesetz ist der zentrale Rechtsrahmen für das Banken- und Kapitalmarktrecht in Deutschland. Es sorgt für die Sicherung und Erhaltung der Ordnung auf dem Kreditmarkt und bildet die Grundlage für das dt. Bankgeschäft.

Das Kreditwesengesetz regelt die Bedingungen auf dem Kreditmarkt und gehört damit zu den wichtigsten Gesetzen für den Banken- und Kapitalmarkt. Hier erfahren Sie alles Wichtige zum Thema.

Was ist das Kreditwesengesetz?

Das Kreditwesengesetz (KWG) ist der zentrale Rechtsrahmen für das Banken- und Kapitalmarktrecht in Deutschland. Es sorgt für die Sicherung und Erhaltung der Ordnung auf dem Kreditmarkt und bildet so die Grundlage dafür, dass das deutsche Bankgeschäft vollzogen werden kann. Es gilt für Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute. Das KWG in seiner heutigen Form trat 1935 in Kraft. Es war eine Reaktion auf die deutsche Bankkrise, die im Zuge der Weltwirtschaftskrise 1929 aufkam. Zahlreiche deutsche Banken waren in deren Zuge zusammengebrochen.

Was ist der Zweck des Kreditwesengesetzes?

Das Kreditwesengesetz dient

  • der Sicherung und Erhaltung der Kreditwirtschaft und ihrer Funktionsfähigkeit (Schutz vor Insolvenz),
  • schützt Gläubiger von Kreditinstituten vor Verlust ihrer Einlagen und
  • stärkt das Vertrauen in die Kreditinstitute.

Damit das KWG diesen Zweck erfüllen kann, wurde die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zur Überprüfung der Regularien und der Einhaltung dieser gegründet. Das KWG ist die Rechtsgrundlage, auf der die BaFin Informationen bei Banken, Finanzunternehmen und Finanzdienstleistungsinstituten einholen darf. Sie hat ihren Hauptsitz in Frankfurt.

Was steht im KWG?

Das KWG ist in acht Abschnitte aufgeteilt:

  1. Allgemeine Vorschriften: Sie umfassen grundlegende Bestimmungen zum Geltungsbereich des KWG sowie der Befugnisse der BaFin.
  2. Vorschriften für u.a. Institute, Finanzholdings und Holdinggesellschaften: Konkretere Bestimmung zur Arbeitsweise und Vorschriften in Bezug auf Kunden für Banken und Finanzinstitute, z. B. Bargeldloser Zahlungsverkehr, Liquidität, Kundenrechte, Offenlegung oder Kennzeichnung von Werbung.
  3. Vorschriften über die Beaufsichtigung der Institute: Bestimmung zu Zulassungen, Auskunftspflichten gegenüber den Behörden und Maßnahmen, um Gefahren gegen das Finanzsystem abzuwehren.
  4. Vorschriften für Wohnungsunternehmen mit Spareinrichtungen: Spezielle Regelungen bezüglich Eigenkapitalausstattung und Liquidität in Bezug auf Wohnungsunternehmen.
  5. Sondervorschriften: Bezüglich Unternehmenssitzen oder Muttergesellschaften im In- und Ausland.
  6. Sondervorschriften für zentrale Gegenparteien und Zentralverwahrer: Bestimmungen zu u.a. Verschwiegenheitspflichten.
  7. Straf- und Bußgeldvorschriften: Strafen bei Nichteinhaltung von Gesetzen wie unbefugte Angaben und verbotene Geschäfte.
  8. Übergangs- und Schlussvorschriften: Regelungen zur Implementierung von Gesetzen auf Bundes- und EU-Ebene, wie z. B. zur europäischen Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente (MiFID) oder den Baseler Bestimmungen.

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