Europäische Zentralbank (EZB)

7 Minuten

Die Europäische Zentralbank (kurz: EZB) hat als Hauptaufgabe das Preisniveau innerhalb Europas stabil zu halten

Welche Aufgaben hat die EZB?

Die wohl wichtigste Aufgabe der EZB ist die Preisstabilität innerhalb des EU-Raumes. Angestrebtes Ziel ist die stetige Inflationsrate von ca. 2 %. Neben der Preisstabilität beaufsichtigt die Zentralbank außerdem die europäischen Banken. Für die Ausgabe der Euro-Banknoten ist diese ebenso verantwortlich.

Als Finanzinstrumente nutzt die EZB sowohl Offenmarkt-, als auch Devisengeschäfte oder den Handel mit Wertpapieren. Weiter bietet sie den europäischen Banken die Möglichkeit, auf ständige Fazilitäten zurückzugreifen. Zur Sicherung der Zahlungsfähigkeit der europäischen Banken legt die EZB fest, dass 2 % der kurzfristigen Verbindlichkeiten durch die Banken bei ihr hinterlegt werden müssen. Neben der Zahlungsfähigkeitssicherung dient es zur Kontrolle des Geldumlaufs und der Kreditgewährung.

Dadurch, dass die Europäische Zentralbank ein selbstständiges Organ der EU ist, nehmen Vorsitzende der verschiedenen EU-Apparate an Sitzungen der anderen Institutionen teil, jedoch ohne Stimmrecht.

Geschichte der EZB

Die Notwendigkeit einer Europäischen Zentralbank trat zuerst 1988 auf, als der Beschluss zur Verwirklichung der Wirtschafts- und Währungsunion innerhalb der EU gefällt wurde. Als Organ der Europäischen Union steuerte sie die Einführung des Euros in mittlerweile 19 Ländern. Die Verantwortung über das Organ trägt an erster Stelle die EZB-Präsidentin (seit 2019 Christine Lagarde). Zusätzlich tagen alle zwei Wochen der Vize-Präsident, sowie vier weitere Mitglieder und die Vorstände der nationalen Notenbanken der EU-Währungsländer im Sitz der EZB in Frankfurt am Main.

Geführt wird die EZB von den EU-Mitgliedsstaaten als Anteilseigner. Durch die Verteilung auf die verschiedenen Staaten wird sichergestellt, dass keine Privatpersonen ihre eigennützigen Interessen an die Europäische Zentralbank herantragen können. Die Anteilseigner stellen der Zentralbank Geld bereit, damit diese die ihr zugetragenen Aufgaben erfüllen können. Dabei zahlt nicht jeder EU-Mitgliedsstaat den gleichen Beitrag. Dieser ist abhängig von der Bevölkerungszahl des jeweiligen Staates und seiner Wirtschaftsleistung. Zusätzlich kommt es darauf an, ob der Staat der Währungsunion beiwohnt. Hierbei gilt: wer den Euro als offizielle Währung führt, zahlt mehr ein als nicht Euro-Währungsstaaten.

 

Transparenz und Forschung

Da die EZB den europäischen Bürger*innen Rechenschaft für ihre Arbeit ablegen muss, bemüht sich diese zusehends darum transparent zu handeln. Für Informationen kann nicht nur auf Material aus Pressekonferenzen zurückgegriffen werden, sondern auch auf Blogbeiträge und Podcasts. Neben der statistischen Berichtserstattung über die getätigten geldpolitischen Maßnahmen bietet die EZB auch einige Publikationen zu wirtschaftlichen Forschungsthemen an.

 

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