Anleihe

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Die Anleihe (auch: Schuldverschreibung, Obligation, Bond) wird als Mittel zur Beschaffung von Fremdkapital genutzt. Dabei wird ein Rückzahlungszeitraum, ein Rückzahlungsanspruch und eine Zinszahlung für die Bereitstellung von Kapital verbrieft.

Definition: Was ist eine Anleihe?

Die Anleihe (auch: Schuldverschreibung, Obligation, Bond) wird als Mittel zur Beschaffung von Fremdkapital genutzt. Dabei wird ein Rückzahlungszeitraum, ein Rückzahlungsanspruch und eine Zinszahlung für die Bereitstellung von Kapital verbrieft. Die Zinsen werden jährlich, halbjährlich, vierteljährlich oder monatlich gezahlt. In Deutschland die die jährliche Zinszahlungen üblich.

Eine Anleihe wird meist von Banken, Unternehmen aber auch Staaten herausgegeben. Ziel ist es, frisches Kapital zu erhalten. Eine Anleihe kann im Prinzip wie ein Kredit am Kapitalmarkt verstanden werden. Die Anzahl an Anleihen ist sehr groß, größer als die Anzahl an Aktien. Laut deutscher Börse sind mehr als 27.000 Anleihen im Handel. Es gibt sehr sichere, aber auch hochriskante Arten von Anleihen. Diese können sowohl einzeln, aber auch als sogenannte Rentenfonds erworben werden. Bei letzterem wird das Risiko auf viele Einzeltitel gestreut, jedoch werden Verwaltungsgebühren fällig.

Welche Arten von Anleihen gibt es?

Staatsanleihen

Anleihen, die von Staaten wie der Bundesrepublik Deutschland ausgegeben werden, nennt man Staatsanleihen. Die Laufzeit reicht von wenigen Monaten bis zu mehr als 30 Jahren. Staatsanleihen finanzstarker Länder gelten als die sichersten Anleihen. Eine besondere Form von Staatsanleihen sind sogenannte inflationsindexierte Anleihen, deren Zinszahlungen von der Entwicklung der Inflationsrate abhängen.

Unternehmensanleihen

Unternehmen geben Anleihen aus, um sich selbst zu finanzieren. Die erwarteten Renditen hängen von der Dauer und Bonität des Unternehmens ab. Je höher die Finanzkraft des Unternehmens und je kürzer die Laufzeit, desto geringer die Zinsen, die gezahlt werden.

Nachrangige Anleihen

Bei diesen Anleihen bekommen Sie im Insolvenzfall des Emittenten erst nach allen anderen Gläubigern Ihr Geld zurück. Für dieses höhere Risiko können Sie mit nachrangigen Anleihen höhere Zinsen erzielen. Diese Anleihen werden in der Regel von Banken und Versicherungen ausgegeben.

Hochzinsanleihen

Hierbei spricht man von einer riskanteren Variante von Staats- und Unternehmensanleihen. Die Länder und Unternehmen, die solche Anleihen ausgeben, haben relativ niedrige Kreditratings. Grundsätzlich werden alle Anleihen von Ratingagenturen als „BB“ oder schlechtere Hochzinsanleihen eingestuft. Hochzinsanleihen bieten höhere Renditen, sind aber auch riskanter.

Pfandbriefe

Unternehmensanleihen mit zusätzlichen Sicherheitsmerkmalen werden als Pfandbriefe bezeichnet. Bei Insolvenz des Emittenten können zusätzliche Vermögenswerte zur Absicherung von Pfandbriefen verwendet werden. Die meisten davon sind Immobiliendarlehen. Die Rendite von Pfandbriefen fällt jedoch geringer aus als bei vergleichbaren Unternehmensanleihen.

Wie sicher sind Anleihen?

Kursschwankungen fallen bei Anleihen im Durchschnitt geringer aus als bei Aktien, wodurch das Risiko des Wertverlustes geringer zu bewerten ist. Zudem können Anleihen, welche über die Börse gehandelt werden, jederzeit wieder verkauft werden, was eine gewisse Flexibilität birgt. Eine solche findet man bei anderen fest verzinsten Anlagen, wie etwa dem Festgeld, nicht. Anleihen werden daher als relativ sichere Geldanlage angesehen. Jedoch sinkt mit steigender Sicherheit und Bonität auch die Rendite, da weniger Zinsen gezahlt werden. Staatsanleihen der Bundesrepublik Deutschland werden aktuell mit o% verzinst, da Sie als sehr sicher gelten. Unternehmensanleihen aus dem Mittelstand hingegen werden höher verzinst, da hier das Risiko einer Insolvenz und eines Zahlungsausfalls höher bewertet werden.

Doch Vorsicht: Anleihen unterliegen nicht der Einlagensicherung. Im Falle der Insolvenz muss mit Verlusten gerechnet werden.

 

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