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AIF – Alternative Investmentfonds

Lesedauer: 3 Minuten

Alternative Investmentfonds (AIF) bedeutet, dass die Konditionen bereits vorab feststehen. Anleger:innen können das bei ihrer Investitionen berücksichtigen & legen das Kapital dann fest über die gesamte Laufzeit des Fonds an.

Alternative Investmentfonds haftete lange ein zwielichtiges Image an, da ihr Markt viele Jahre weitestgehend unreguliert war. Das lockte viele Akteure mit zweifelhaften Absichten an. Doch diese Zeiten sind längst vorbei, denn AIFs haben sich vom weißen hin zum grauen Kapitalmarkt bewegt. Das liegt vor allem auch am 2013 beschlossenen Kapitalanlagengesetzbuch (KAGB).

Was sind Alternative Investmentfonds?

AIF steht für Alternative Investmentfonds und bedeutet, dass die Konditionen (Fondsvermögen, Laufzeit, Zins) bereits vorab feststehen. Anleger:innen können das bei ihrer Investitionen berücksichtigen und legen das Kapital dann fest über die gesamte Laufzeit des Fonds an. Sie können während dieser Laufzeit nicht darauf zugreifen, da Alternative Investmentfonds geschlossen sind.

Mit dem Kapital, das sie investieren, werden beispielsweise Immobilienprojekte entwickelt und verkauft. Das Fonds- oder  Investmentvermögen eines AIF vermehrt sich nicht aus Effekten wie Kursschwankungen, wie bei Aktien. Ein Fonds sammelt einen vorab festgelegten Betrag ein und investiert diesen. Ein AIF fällt nicht unter die OGAW-Richtlinie der EU. Beispiele für solche Fonds sind Immobilienfond oder Private Equity Fonds.

Mit der Einführung des KAGB regulierte der Gesetzgeber erstmals nicht mehr ausschließlich offene Investmentvermögen. Seit 2013 heißen geschlossene Fonds deshalb Alternative Investmentfonds, deren Anbieter:innen einer stärkeren Regulierung unterliegen.

Das erhöht vor allem für Privatanleger:innen die Transparenz. Mit dem KAGB hat sich die Zahl der Alternativen Investmentfonds deutlich verringert, allerdings können sich Anleger:innen darauf verlassen, dass ihre Investition seriös investiert und verwaltet wird.

Unterscheidung zwischen offenem AIF und geschlossenem AIF

Alle geschlossenen Fonds sind laut KAGB grundsätzlich Alternative Investmentfonds. Geschlossenen bedeutet dabei, dass das Fondsvermögen und die Laufzeit des Fonds bereits vorab feststehen. Investor:innen können dies bei ihrer Investition also berücksichtigen und legen ihr Kapital für die gesamte Laufzeit des Fonds fest. Man nennt sich auch Publikums-AIF, da sie einer breiten Investorengruppe bereits ab kleineren Kapitalbeiträgen offen stehen. Vor allem Privatanleger beteiligen sich daran.

Eine Besonderheit von geschlossenen Fonds sind Blind-Pools. Hierbei wissen die Investor:innen vorab nicht, in was sie investieren. In der Regel weiß die Fondsgesellschaft selbst noch nicht, in welches Objekt oder Investitionsziel das Kapital fließen soll. Anleger:innen agieren also „blind“. Das bedeutet ein höheres Risiko, aber auch eine höhere Rendite.

Bei offenen Alternativen Investmentfonds können sich Anleger:innen jederzeit beteiligen. Der Zugang ist also „offen“. Dementsprechend können die Fondsanteile auch jederzeit wieder veräußert werden. Dazu können beispielsweise offene Spezialfonds (Ein institutioneller Anleger, der den Fonds alleine mit seinem Kapital befüllt) für bestimme, Hedgefonds oder offene Immobilienfonds gehören.

Was zeichnet Alternative Investmentfonds aus?

  • Anlegerinnen und Anleger beteiligen sich unternehmerisch. Sie erhalten, je nach Erfolg, eine jährliche Auszahlungen und partizipieren an der Veräußerung des Anlageobjekts nach Ende der Fondslaufzeit.
  • Ein AIF bindet das Kapital der Investoren langfristig (+10 Jahre), um in Vermögensgegenstände (Immobilien, Erneuerbare Energien) zu investieren.
  • Auf die Unternehmen, die einen Fonds aufsetzen kommen hohe Weich- oder Initialkosten zu für Verwaltung, Marketing, Steuer- und Rechtsberatung. Ein Alternativer Investmentfonds ist daher auch erst ab einer Größe von mehr als zehn Millionen Euro sinnvoll.
  • Der Gesetzgeber stellt hohe regulatorische Anforderungen an einen Alternativen Investmentfonds in Sachen Transparenz und Nachvollziehbarkeit für Anlegerinnen und Anleger.

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