Privatanleger:innen als Co-Investierende in Firmenkredite – Studie als Basis für neue Idee für Banken

Lesedauer: 1 Minute

Veröffentlicht am 8. September 2022
Gemeinsame Pressemitteilung mit der Frankfurt School of Finance & Management
  • Frankfurt School-Studie definiert Potenzial des privaten Kapitalmarktes
  • Idee entlastet Banken beim Eigenkapital, bietet Anleger:innen Zugang zu Anlageoption
  • portagon setzt Studienergebnisse um

Frankfurt am Main, 8. September 2022

Viele Anlageprodukte im privaten Kapitalmarkt sind, bedingt durch ihr Mindestinvestitionsvolumen, Privatanleger:innen nicht zugänglich. Die Stückelung der Gesamtinvestition in kleinere Beträge („Retailisierung“) ist ein großer Trend im Finanzbereich. Eine Studie der Frankfurt School of Finance & Management (FS) findet hier einen neuen Ansatz für Banken: ihre Privatkund:innen werden zu Co-Investierenden in Firmenkredite. Das Fintech-Unternehmen portagon, das Finanzmarktprozesse digitalisiert, hat die Studie gefördert und setzt die Ergebnisse nun um.

 

In ihrer Studie „Das Potenzial des privaten Kapitalmarktes in Deutschland“ beschreiben und definieren Professor Dr. Michael H. Grote, Professor für Corporate Finance an der FS, und Professor Dr. Markus Fitza, Professor für Strategie und Entrepreneurship an der FS, zunächst die Strukturen, Protagonist:innen und Trends im privaten Kapitalmarkt. Mit dem „Corporate Loan Investment Product“ (CLIP) entwickeln sie eine Idee, die Privatanleger:innen einen neuen Zugang zum privaten Kapitalmarkt eröffnet: Bei der Kreditvergabe an Firmenkund:innen können sie nun Anteile an diesen Krediten erwerben und so zu Co-Investierenden werden.

 

„Der private Kapitalmarkt wächst sehr stark: Weltweit hat sich das investierte Volumen innerhalb von zehn Jahren bis 2021 auf 1,2 Billionen US-Dollar verdreifacht“, sagt Professor Dr. Michael H. Grote. „Für das weitere Wachstum privater Kapitalmärkte ist eine ‚Retailisierung‘, also eine Öffnung für nicht-institutionelle Anleger:innen, eine wichtige Strategie.“

 

„Privatanleger:innen, die im Kapitalmarkt investieren wollen, werden mit hohen Eintrittshürden, fehlenden Netzwerkeffekten und erheblichen Kosten konfrontiert“, sagt Johannes Laub, Gründer und Geschäftsführer von portagon. „CLIP ist ein Paradebeispiel dafür, wie die Digitalisierung kleinere Investitionsgrößen ermöglicht – als Grundlage neuer, innovativer Finanzprodukte.“

 

Der Vorteil von CLIP für Anleger:innen ist, dass die Bank wesentliche Kreditgeberin bleibt und originäre Aufgaben wie die Kreditprüfung und die fortlaufende Kontrolle übernimmt. Anleger:innen erhalten wiederum Zugang zu einem Fremdkapital-Investment mit dem Risiko-Rendite-Profil ihrer Hausbank. Durch den Verkauf von Kreditanteilen wird das Kreditbuch der Banken kleiner und Eigenkapital wird freigesetzt. Darüber hinaus stärken die Banken die Beziehung zu ihren (vermögenden) Privatkund:innen: Den Zugang zum jeweiligen Firmenkredit bieten sie exklusiv und konkurrenzlos.

 

CLIP folgt dem Mechanismus des Crowdinvestments: Die Bank lässt Privatkund:innen zu einheitlichen Konditionen und in gewünschter Höhe am Firmenkredit teilhaben. Wesentliche Voraussetzung für innovative Finanzprodukte wie diese sind Technologielösungen. Sie ermöglichen, die Stückelung großer Anlagevolumina digital, automatisiert und damit wirtschaftlich umzusetzen. Die Digitalisierung wird damit zur Wegbereiterin der Retailisierung.

 

Über Frankfurt School of Finance & Management

Die Frankfurt School of Finance & Management (FS) ist eine forschungsstarke private Business School, die von EQUIS, AMBA und AACSB akkreditiert ist. Die Frankfurt School ist auf Finanz-, Wirtschafts- und Management-Themen spezialisiert und bietet Bachelor-, Master-, MBA- und Promotionsprogramme an sowie Executive Education und Weiterbildungen für Berufstätige und Auszubildende. Zu ihrer Fakultät gehören mehr als 70 Professor:innen. In renommierten Rankings belegt die FS regelmäßig Spitzenpositionen. Neben dem Frankfurter Campus unterhält die FS Studienstandorte in Hamburg und München sowie Büros in Ankara, Amman, Brüssel, Dubai, Istanbul, Nairobi und Peking. Mit über 125 Partneruniversitäten ist sie weltweit vernetzt.

 

Über portagon

Als Pionier der digitalen Finanzwirtschaft schafft portagon einen einfachen, unabhängigen und verlässlichen Zugang zum privaten Kapitalmarkt. Mit der führenden technologischen Infrastruktur und dem besten Ökosystem vernetzt portagon Emittent:innen, Intermediäre und Investor:innen, um Transaktionen sicher, schnell und kosteneffizient abzuwickeln.

Nicolas Nonnenmacher
Pressekontakt

presse@portagon.com
+49 (0)151 22 98 28 48
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