Starke Gemeinschaft für große Impulse – Die VR-Crowd digitalisiert den Genossenschaftsgedanken

Lesedauer: 5 Minuten

Veröffentlicht am 22. November 2022
„Was einer allein nicht schafft, dass schaffen viele“ – So lautet der genossenschaftliche Urgedanke. Bereits seit einigen Jahren kommt die Gemeinschaft nun auch auf digitalem Weg zusammen. Die VR-Crowd stellt als Online-Investitionsplattform attraktive Crowdinvesting-Projekte vor und lässt private Anleger:innen und Projektträger gemeinsam profitieren.

Mit dem Start der Plattform 2018 durch die VR-Bank Würzburg, widmete man sich bewusst dem innovativen Angebot des Crowdinvestings. Als technischer Partner stellt portagon die gesamte technische Infrastruktur zur Verfügung und kümmert sich um die Abwicklung innerhalb der Plattform. Für die VR-Crowd ist das ein großer Vorteil. So kann sie auf eine strukturierte, skalierbare und rechtssichere Lösung aufbauen, die sich nahtlos an bestehende interne Prozesse anbinden lässt. Der Fokus liegt weiter auf dem direkten Geschäft mit Privat- und Firmenkunden.

Kerstin Amend-Maar

Kerstin Amend-Maar

Geschäftsführerin der VR-Crowd

„Wir haben mit der VR-Crowd eine perfekt funktionierende Lösung, die im Handling sehr einfach ist. Alles was wir sonst im Einsatz haben, lässt sich gut an die Plattform anbinden.“

Das Potenzial der Gemeinschaft heben

Die Anzahl der an die VR-Crowd angeschlossenen Partnerbanken und die Größe des jeweiligen Kundenstamms ist dabei ein entscheidender Faktor für die Lebendigkeit der Plattform.

Mit der VR-Bank Würzburg als Vorreiter gestartet, gab es anfänglich einige Herausforderungen, Projektträger und Anlegerschaft von der neuen Online-Investitionsplattform zu überzeugen. Mittlerweile haben sich der VR-Crowd mehr als 25 weitere Partnerbanken aus der genossenschaftlichen Finanzgruppe angeschlossen. Viele Kleinunternehmen und Mittelständler können nun vom großen Potenzial der Schwarmfinanzierung für das eigene Investitionsvorhaben überzeugt werden.

Die Basis wurde also früh gelegt und bewusst so gestaltet, dass sich sukzessive weitere Partnerbanken anschließen können. Ohne Risiko und mit vergleichsweise geringem Aufwand erschließen die Institute sich und ihrer Kundschaft einen direkten Zugang zum innovativen Weg einer Online-Investitionsplattform.

Jede neue Partnerbank aus der genossenschaftlichen Finanzgruppe verstärkt den Netzwerkeffekt und füllt damit das genossenschaftliche Prinzip auch in der digitalen Welt mit Leben.

Vorteile der Schwarmfinanzierung für Projektträger

Projektträger profitieren von einer großen Sichtbarkeit und erweitern den Kreis potenzieller Investoren um einige Tausend Privatanleger:innen. Mehraufwand durch den Weg über das Crowdinvesting haben Projektträger dabei nicht zu befürchten. Die Beratung und der Auswahlprozess des konkreten Projekts erfolgen durch die finanzierende Bank und die angebundene VR-Crowd GmbH. Anschließend wird das Projekt auf der VR-Crowd ausgespielt und erreicht somit überregionale Präsenz. Durch die höhere Aufmerksamkeit ist es wiederum möglich, Projekte auf ganz bestimmte Anleger-Segmente auszurichten.

Crowdinvesting als zeitgemäße Finanzierungslösung

Für das Firmenkundengeschäft der VR-Bank Würzburg hat sich die VR-Crowd als gute Lösung für viele Investitionsvorhaben hervorgetan. So gab es zuvor immer wieder Situationen, bei denen konkrete Projekte an einer zu geringen Eigenkapitalausstattung der Initiator:innen zu scheitern drohten. Durch die Aufnahme von Eigenkapital über Anleger:innen der VR-Crowd wurde diese Lücke geschlossen und eine Kreditvergabe durch die Bank erst ermöglicht.

Claus Reder

Claus Reder

Vorstandsmitglied der VR-Bank Würzburg

„Wir haben nach Lösungen gesucht, unseren Kunden außer der Fremdkapitalfinanzierung auch noch Eigenkapital zu besorgen. So kam die Idee, eine Online-Investitionsplattform ins Leben zu rufen, damit diese Eigenkapitalbeschaffung strukturiert und skalierbar abgebildet werden kann.“

Auch darüber hinaus ist die VR-Crowd zu einem Impulsgeber für die Volksbanken Raiffeisenbanken geworden. Mit der Online-Investitionsplattform lassen sich neue Kundensegmente erschließen. So begegnetet man proaktiv dem Wunsch der Anleger:innen, das eigene Geld gezielt in Projekte zu investieren, die nicht nur eine attraktive Rendite abwerfen, sondern die zusätzlich auch einen regionalen Bezug haben.

Das ganze Interview als Video:

Über die VR-Crowd lassen sich Projekte und Unternehmen in Form verzinslicher Nachrangdarlehen mit Beträgen ab 250 Euro unterstützen. Pro Projekt bringen sich im Schritt 155 Anleger:innen mit je 9.650 Euro ein. Seit 2018 konnten so Investitionen von fast 30 Mio. Euro über die Plattform auf den Weg gebracht werden.

Nicht zuletzt signalisiert das Engagement der Volksbanken Raiffeisenbanken im Bereich Crowdinvesting ihre Offenheit gegenüber neuen, innovativen Finanzierungsmodellen.

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