CrowdDesk heißt jetzt portagon.

Mehr dazu erfahren

Liquidität: So optimieren Sie den Cashflow Ihrer Immobilienprojekte

Lesedauer: 5 Minuten

Veröffentlicht am 25. August 2021
Im Immobilien- und Baugewerbe müssen viele Fäden zusammenlaufen, damit ein Projekt funktioniert. Es gibt zahlreiche Abhängigkeiten und Faktoren, die nicht nur bei der Projekt- sondern auch bei der Finanzplanung berücksichtigt werden müssen. Eine tragende Rolle spielt dabei das Liquiditätsmanagement. Versiegt der Cashflow, kommt das Projekt ins Stocken, was allerhand finanzielle und sogar rechtliche Unannehmlichkeiten nach sich ziehen kann.

In diesem Artikel zeigen wir Ihnen, wie Sie Ihren Cashflow bestmöglich managen und durch eine optimierte Liquiditätsplanung Ihre Projekte auch unbeschadet durch turbulente Zeiten steuern.

Die Herausforderungen an das Liquiditätsmanagement in der Baubranche

Am Anfang steht die Klärung der Frage, wie das Bauprojekt finanziert werden soll während der Projekt- und Bauphase muss der Cashflow stets sichergestellt sein. Subunternehmer:innen, Lieferant:innen und sämtliche anderen Projektbeteiligten wollen schließlich pünktlich bezahlt werden. Gerät nur an einer Stelle eines Projekts etwas ins Stocken, wirkt sich das schnell auf andere Teilbereiche aus.

Projektentwickler:innen sehen sich mit folgenden Umständen konfrontiert, die das Liquiditätsmanagement in der Immobilienentwicklung so schwierig machen:

 

1. Mehrere Unternehmen pro Projekt

 

Zahlreiche verschiedene Unternehmen bzw. Auftragnehmer:innen sind an einem Projekt beteiligt, meist in unterschiedlichen Projektphasen. Das macht nicht nur eine logistische und termingenaue Planung des Projekts notwendig, sondern auch eine finanzielle. Zu jeder Projektphase muss nämlich die Liquidität gesichert sein, sodass es nicht zu einem finanziellen Engpass kommt, der das Projekt in zeitlichen Verzug bringen könnte. Kredite zur Finanzierung müssen daher rechtzeitig beantragt werden, sodass das Geld sofort auf Abruf bereitsteht und in die nächste Projektphase übergegangen werden kann.

 

2. Risiken durch äußere Einflüsse

 

Selbst wenn ein Projekt perfekt durchgeplant ist, kommt es immer wieder vor, dass ein unvorhergesehenes Ereignis die Planung durcheinander wirbelt. Beispielsweise führt ein Engpass beim Lieferanten von Baumaterialien schnell zum Baustopp. Das Projekt verzögert sich, aber den Verbindlichkeiten muss dennoch pünktlich nachgekommen werden. Das macht es oft notwendig, dass die verfügbaren liquiden Mittel umverteilt werden müssen, sodass es nach Lösen des Lieferengpasses schnell wieder weitergehen kann. Möglicherweise muss die Auszahlung des nächsten Kredits verschoben oder die Kreditlinie mit der Bank oder dem Finanzierungspartner:innen neu verhandelt werden.

 

3. Rechtliche Hürden

 

Die Makler- und Bauträgerverordnung sieht vor, dass Bauträger:innen nur sieben Teilrechnungen pro Bauprojekt stellen dürfen. Für die Planung eines Projekts ist dies eine zusätzliche Herausforderung, denn sie erlaubt kaum Spielraum. Ein großes Bauprojekt, das über mehrere Jahre läuft, muss daher finanziell lückenlos durchgeplant werden – lange vor dem ersten Spatenstich.

 

4. Mehrere verschiedene Projekte gleichzeitig

 

Bauträger:innen, die mehrere Projekte parallel laufen haben, sehen sich mit noch mehr Herausforderungen konfrontiert, denn sie müssen nicht nur den Cashflow innerhalb eines Projekts sicherstellen, sondern projektübergreifend. Kommt Projekt A in Verzug und bleibt dort das Bezahlen der nächsten Teilrechnung aus, kann sich dies negativ auf Projekt B auswirken, weil der Verzug zu einem Liquiditätsengpass im Unternehmen führt, und für die nächste Phase in Projekt B nicht genügend Kapital zur Verfügung steht.

All dies erfordert viel Fingerspitzengefühl und Planungsvermögen seitens der Verantwortlichen, damit ein Projekt erfolgreich abgeschlossen wird.
Trotz einer soliden Planung kommt es dennoch immer wieder vor, dass Immobilienunternehmen in finanzielle Schieflage geraten, weil der Überblick über den Cashflow verloren gegangen ist.

Der Grund: Unternehmen vernachlässigen die regelmäßige Kontrolle ihrer Liquidität und verfolgen diese nicht engmaschig und projektübergreifend. Bei unvorhergesehenen Ereignissen entsteht so schnell ein Liquiditätsengpass. Deswegen ist es ratsam, die Liquiditätsplanung nicht nur am Anfang eines Projekts durchzuführen, sondern regelmäßig anzupassen und zu kontrollieren. Ein optimiertes Liquiditätsmanagement senkt das Risiko für finanzielle Engpässe drastisch.

Vorteile einer optimierten Liquiditätsplanung

Wenn Sie Ihr Liquiditätsmanagement optimieren, profitieren Ihre Projekte und Ihr Unternehmen gleich in mehrfacher Weise davon.


Liquiditätsengpässe frühzeitig erkennen

 

Bei Projekten mit langem Planungshorizont ist es fast unmöglich, diese ohne Fehler vollständig durchzuplanen. Ein solides Liquiditätsmanagement trägt dazu bei, dass sich Kalkulations- oder Planungsfehler nicht auf ganz so tragische Weise rächen. Kontrollieren Sie nämlich regelmäßig den Cashflow innerhalb eines Projekts und projektübergreifend, sehen Sie häufig schon im Voraus, wann sich ein Ereignis oder eine ungeplante Situation zu einem finanziellen Problem auswachsen kann. Das gibt Ihnen Zeit, gegenzusteuern und Maßnahmen zu ergreifen, um einen Liquiditätsengpass abzuwenden oder zumindest in seiner Auswirkung abzuschwächen.


Bessere Finanzierungen

 

Wer die Liquidität in seinem Unternehmen jeden Tag genau beziffern kann, hat einen riesengroßen Vorteil, wenn es um das Beantragen einer Finanzierung geht. Nicht nur wissen Sie ganz genau, welche Menge an Fremdkapital Sie wirklich benötigen, sondern Ihr:e Finanzierungspartner:innen bekommt auch einen glasklaren Überblick über Ihre aktuelle finanzielle Situation Das versetzt Sie in eine bessere Verhandlungsposition und kann sogar in besseren Kreditkonditionen resultieren.

Falls Sie mehrere Kredite beantragen müssen und dabei verschiedene Finanzierungspartner:innen auswählen, z. B. herkömmliche Banken und Crowdlending-Plattformen, legen Sie allen potenziellen Partnern Ihre Finanz- und Liquiditätsplanung für die kommenden Monate vor. Indem Sie lückenlos aufzeigen, wie Ihre zukünftige Liquidität – unter Berücksichtigung der zu erwartenden Kreditraten – in der nächsten Zeit aussieht, schaffen Sie eine Vertrauensbasis zwischen Ihnen und Ihren Finanzierungspartnern.

 

Einfachere Konsolidierung

 

Mit einer optimierten Liquiditätsplanung gelingt die Konsolidierung auf Projekt- und Unternehmensebene. Da sich häufig Probleme bei einem Projekt finanziell auf die anderen Projekte auswirken, ist eine konsolidierte Betrachtung notwendig, um festzustellen, in welchem Ausmaß sich bestimmte Umstände auf die anderen Projekte im Unternehmen auswirken. Haben Verantwortliche immer einen Überblick über den Cashflow in allen Projekten, ist es einfacher, in Problemfällen die liquiden Mittel im Unternehmen oder in den anderen Projekten so umzuverteilen, damit kein Liquiditätsengpass entsteht.

 

Volle Kostenkontrolle

 

Eine optimierte Liquiditätsplanung hilft Unternehmen auch beim Einsparen von Kosten. Gruppiert man einmal sämtliche Kosten, die innerhalb eines Projekts bzw. im Unternehmen anfallen, sieht man deutlich, wo die höchsten Kostenpunkte liegen. Das regt Verantwortliche dazu an, über Einsparmaßnahmen nachzudenken, oder Verträge mit Lieferant:innen oder Unterauftragsnehmer:innen neu zu verhandeln.

 

Auswirkungen von Problemen abschätzen

 

Eine optimierte Liquiditätsplanung umfasst auch das Erstellen von verschiedenen Szenarien. Gehen zum Beispiel während eines Projekts ein:e Lieferant:in oder ein Subunternehmen bankrott, ist schnell Not am Mann. Einen solchen Fall kann man bei der Liquiditätsplanung durchspielen und sich anschauen, welche finanziellen Auswirkungen dies auf alle betroffenen Projekte und das Bauunternehmen hat. Tritt ein solcher Ernstfall ein, kennen Verantwortliche ihren finanziellen Spielraum schon und wissen, was zu tun ist, damit die Liquidität im Unternehmen nicht gefährdet wird.

 

Bessere Entscheidungen treffen

 

Ein solider Plan, der auf verlässlichen Daten beruht, ist eine optimale Entscheidungsgrundlage. Wenn Sie als Projektverantwortliche:r zu entscheiden haben, ob zum jetzigen Zeitpunkt eine Investition getätigt werden, ein neues Projekt angestoßen oder die nächste Phase in einem bereits laufenden Projekt eingeleitet werden soll, benötigen Sie zuverlässige Daten. Ein Blick in die Liquiditätsplanung zeigt Ihnen schnell auf, ob der Zeitpunkt im Moment günstig ist, oder ob aufgrund eines sinkenden eingehenden Cashflows weniger Eigenkapital zur Verfügung stehen wird. Das lässt Sie leichter eine Entscheidung treffen, ob Sie lieber noch einige Wochen warten, bis mehr Eigenkapital vorhanden ist, oder ob Sie einen Kredit beantragen, damit mehr liquide Mittel zur Verfügung stehen.

Digitale Tools zur Liquiditätsplanung nutzen

Nach dem Lesen des ersten Teils dieses Artikels fragen Sie sich wahrscheinlich, woher Sie all die Zeit nehmen sollen, um eine solch detaillierte Liquiditätsplanung durchzuführen. Wer hat schon Zeit, jeden Tag Excel-Tabellen für jedes Projekt und projektübergreifend für das ganze Unternehmen zu aktualisieren?

Mit dieser Frage stehen Sie nicht allein da. Viele Unternehmen in der Immobilien- und Baubranche nutzen zur Liquiditätsplanung Excel. Dies ist mitunter auch ein Grund dafür, warum die Planung nicht aktuell gehalten und regelmäßig kontrolliert wird. Denn das Eintippen von Zahlen in Excel kostet Unmengen an Zeit.

Für eine optimale Liquiditätsplanung sind dynamische Tools, die ausschließlich für das Liquiditätsmanagement entwickelt wurden, besser geeignet. Ein solches Tool ist zum Beispiel Agicap. Diese Software erleichtert Ihnen das Liquiditätsmanagement auf vielfältige Art und Weise:

  • Automatische Synchronisation mit den Geschäftskonten
  • Gleicht man Kontostände und -transaktionen manuell ab und tippt diese in eine Excel-Tabelle ein, kommt es schon mal vor, dass sich Zahlendreher einschleichen. Das verfälscht das Ergebnis der Planung und führt schlimmstenfalls zu Fehlentscheidungen.
  • Agicap synchronisiert sich automatisch mit all Ihren Geschäftskonten und ruft täglich die Transaktionen und Kontostände ab. Damit haben Sie nicht nur jeden Tag einen aktuellen Überblick über Ihre Liquidität, sondern auch einen 100% korrekten.

Konsolidierung auf sämtlichen Ebenen

 

Mit Agicap gelingt Ihnen auch eine Konsolidierung auf Projekt- und Unternehmensebene. So verlieren Sie niemals den Überblick über den gesamten Cashflow in Ihrem Unternehmen. Das gibt Ihnen mehr Kontrolle, die liquiden Mittel an die richtigen Stellen weiterzuleiten. Gerät ein Projekt ins Stocken, sehen Sie frühzeitig, welche Auswirkungen dies auf andere Projekte hat und wie sich der Verzug auf das Gesamtergebnis Ihres Unternehmens auswirkt.

 

Durchspielen von verschiedenen Szenarien

 

Für die Liquiditätsplanung lassen sich unterschiedliche Szenarien anlegen, in denen Auswirkungen von bestimmten Ereignissen simuliert werden können, z.B. ein Lieferengpass bei einem Lieferanten, oder die Insolvenz eines Unterauftragnehmers. Das zeigt Projektverantwortlichen auf, wie groß ihr Spielraum in einem solchen Problemfall ist, und lässt sie schon Überlegungen anstellen, was in einer solchen Situation zu tun ist.

 

Mehr Zeit für wichtige Entscheidungen

 

Agicap spart Ihnen und Ihren Mitarbeiter:innen sehr viel Zeit, weil das manuelle Verwalten von Liquiditätstabellen komplett entfällt. Die Software bereitet die Daten nach Ihren Vorgaben für Sie auf, sodass Sie jederzeit genau das sehen, was für das Treffen einer bestimmten Entscheidung im Moment relevant ist. So können Sie und Ihre Angestellten sich umgehend um das Lösen von eventuellen Problemen kümmern, ohne, dass Sie im Vorfeld erst aufwändige Tabellen und Diagramme erstellen müssen.

Fazit: Liquiditätsplanung in der Immobilienbranche muss keine unüberwindbare Hürde sein.

Die Finanzplanung bei einem Immobilienprojekt ist kein einfaches Unterfangen. Termine und Teams müssen koordiniert werden, und die Finanzierung muss zu jeder Projektphase gesichert sein, damit das Projekt nicht ins Stocken gerät.

Nicht nur die langfristige Planung ist wichtig für den Erfolg eines Projekts, sondern auch die kurzfristige. Insbesondere in turbulenten Zeiten muss der Cashflow engmaschig getrackt und gemanagt werden, damit kein Liquiditätsengpass entsteht. Wer dann schon im Vorfeld eine solide Liquiditätsplanung aufgesetzt hat und diese von Woche zu Woche, oder sogar von Tag zu Tag aktualisiert, behält bei Schwierigkeiten einen kühlen Kopf. Oftmals kündigen sich finanzielle Engpässe schon im Vorfeld an, sodass bei einer strikten Überwachung der Liquidität diese Situation schon erkannt wird, bevor sie akut wird. Verantwortliche können dann rechtzeitig Maßnahmen ergreifen und das Problem entschärfen solange es noch klein ist.

Das Optimieren des Liquiditätsmanagements bringt nicht nur mehr Planungssicherheit mit sich, sondern stellt Verantwortliche auch in eine günstigere Verhandlungsposition, wenn es um das Beantragen von Krediten geht. Ein genauer Überblick hilft dabei, dass man weder zu viel noch zu wenig Fremdkapital aufnimmt, und die Verhandlungspartner sind eher geneigt, bessere Konditionen einzuräumen, wenn sie eine solide Liquiditätsplanung präsentiert bekommen.

Damit das Liquiditätsmanagement nur das minimalste an Zeit in Anspruch nimmt, empfiehlt sich das Verwenden eines digitalen Tools wie Agicap, das Routineprozesse automatisch abarbeitet und sämtliche relevanten Daten täglich aktualisiert und aufbereitet. Die projekt- und unternehmensweite Konsolidierung wird so zum Kinderspiel, ganz gleich ob man nur ein Projekt zu managen hat oder Dutzende.

Die Liquiditätsplanung läuft somit nebenher mit, ist stets aktuell und dient Verantwortlichen als zuverlässige Grundlage, wenn es um das Treffen von strategischen Entscheidungen geht. Eine gute Nachricht für alle Projektentwickler:innen und Bauträger:innen.

 

Wenn Sie noch mehr über das Liquiditätsmanagement in der Immobilien- und Baubranche erfahren wollen, sei Ihnen das kostenlose E-Book von Agicap Liquiditätsmanagement in der Projektentwicklung empfohlen. Hier lesen Sie nach, mit welchen Herausforderungen sich die Baubranche insbesondere im Jahr 2020 konfrontiert sah und welche Rolle das Liquiditätsmanagement in Zukunft spielen wird. Anhand von Fallbeispielen wird darüber hinaus aufgezeigt, wie Immobilienentwickler:innen ihre Liquiditätsplanung durch den Einsatz von digitalen Tools optimieren konnten und welche Vorzüge das Nutzen einer Liquiditätsmanagement-Software wie Agicap hat.

Das französische Fintech Agicap, Partner von portagon, hat eine aktuelle und gute Übersicht über die wichtigsten Finanztools, die derzeit erfolgreich am Markt platziert sind, zusammengestellt: Die perfekte Toolbox, um Controlling, Buchhaltung, Finanz- oder Kapitalbedarfsplanung auf ein neues Level zu bringen.

Jetzt E-Book mit Toolbox sichern

Wie hat Ihnen dieser Beitrag gefallen?

Durchschnittliche Bewertung 4 / 5. Anzahl der Bewertungen 1

Es tut uns leid, dass dieser Beitrag für Sie nicht nützlich war!

Verbessern Sie diesen Beitrag!

Was hat Ihnen nicht gefallen? Was können wir verbessern?

Timo Hoffmann
Timo Hoffmann ist Head of Operations bei Agicap Germany