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GreenVesting: Warum Crowdinvesting für erneuerbare Energien?

Lesedauer: 5 Minuten

Veröffentlicht am 6. Mai 2021
GreenVesting gehörte 2012 zu den ersten Crowdinvesting-Plattformen Deutschlands, die sich auf den Bereich erneuerbare Energien fokussierten. Im Interview spricht Geschäftsführer Dirk Völker über die Idee dahinter, das einmalige Know-How bei GreenVesting und warum erneuerbare Energien als Geldanlage beliebter werden.

Herr Völker, Sie haben die Crowdinvesting-Plattform GreenVesting.com in 2012 gestartet. Was war die Idee dahinter?

Wir möchten Kleinanleger:innen die Chance geben in erneuerbare Energien zu investieren. Sie können so einen Teil dazu beitragen, um den Klimawandel zu verlangsamen. Anfangs war die Idee, dass die Solarprojekte unserer eigenen Schwestergesellschaft (SPH Strasburg GmbH & Co. KG) mittels partiarischen Nachrangdarlehen über Crowdinvesting finanziert werden.

Was ist das Besondere an GreenVesting?

Unsere GreenVesting-Umweltingenieure verfügen über ein kompetentes Bewertungs-Know-How. Im Gegensatz zu anderen Unternehmen in der Branche, haben wir eigene Umweltingenieure, die die Umweltprojekte zusätzlich auch bewerten können. So sind wir nicht auf externe Dienstleister:innen angewiesen. Durch diese Besonderheit wurden weitere Projektträger:innen auf unser Finanzierungsangebot aufmerksam und GreenVesting erweiterte das ursprüngliche Geschäftsmodell um die Finanzierung externer Projekte.

2017 kam es dann zu einer Gesetzesänderung. Wie war GreenVesting davon betroffen?

Seither ist die Finanzierung von Projekten, an denen die Plattformbetreiber:innen einen signifikanten Anteil besitzen, verboten. Seit diesem Zeitpunkt bietet GreenVesting nur noch externe nachhaltige Projekte via qualifizierten Nachrangdarlehen zur Finanzierung an. Gleichzeitig haben wir unser Portfolio auf energieeffiziente Immobilien erweitert, da dem so eingesparten CO2-Volumen ein hoher Stellenwert im Vorantreiben der Energiewende und einer Verlangsamung des Klimawandels zugesprochen wird. Zudem ermöglichte die Aufnahme einer weiteren Branche unseren Kunden die Möglichkeit, ihr Anlagenportfolio zusätzlich zu diversifizieren.

Dirk Völker

Geschäftsführer von GreenVesting

„Wir möchten Kleinanleger:innen die Chance geben, in erneuerbare Energien zu investieren. So können sie einen Teil zur Verlangsamung des Klimawandels beitragen.“

Der Fokus von GreenVesting liegt auf erneuerbaren Energieprojekten und nachhaltige Immobilien. Welche Art von Projekten bieten Sie Anleger:innen an?

GreenVesting bietet seinen Anleger:innen qualifizierte Nachrangdarlehen aus den Bereichen Solar, Biogas und Energieeffizienz an. Hierbei handelt es sich entweder um konkrete Projekte oder um Finanzierungen, die die Projektierungsphase solcher Bereiche betrifft.

Wie sieht die Leistungsbilanz seit 2012 aus?

In den vergangenen Jahren hat GreenVesting 31 Fundings finanziert, darunter auch Co-Fundings. Über Crowdinvesting haben wir bis dato knapp 5,5 Millionen Euro eingesammelt.

"Dank Crowdinvesting in nachhaltige Projekte, wird Privatpersonen der Zugang zu Großprojekten aus dem erneuerbaren Energiesektor geöffnet, die in der Vergangenheit nur Großinvestor:innen mit erheblichem Startkapital möglich waren."

Sie sind aber nicht nur im Bereich erneuerbarer Energien unterwegs. Haben Ihre Projekte auch einen sozialen Einfluss?

Ja, einige unserer Projekte haben Social Impact. So trägt z. B. das Projekt „Solare Tröpfchenbewässerung“ zur Elektrifizierung von Wüstenregionen bei, die derzeit Strom über Diesel- oder Butan-Generatoren erzeugen. Dies ist nicht nur umweltschädlich, sondern für die Farmerfamilien, die den Strom primär benötigen, um Grundwasser zur Felderbewässerung hochzupumpen, sehr kostspielig. Auch die langen Wege und der Körpereinsatz beim Transport können den Farmern durch eine autarke solarbetriebene Tröpfchenbewässerungsanlage erspart bleiben. Die Anlagen werden mit einem Mietkaufmodell angeboten und gehen nach sechs Jahren mit der Zahlung der letzten Rate in das Eigentum der Farmer über.

Welche Auswirkungen hat das auf die Farmer vor Ort?

Die Farmer betreiben ihre Felder kostengünstig. Sie sind unabhängig vom Diesel- und Butan-Preis und können mit weniger Wassereinsatz ressourcensparend mehr Land bewirtschaften. Außerdem sparen sie die Transportzeiten. Somit wird ihr Alltag erleichtert, obwohl die monatlichen Raten ungefähr den Kosten für den Butan- oder Dieseleinsatz entsprechen.

Laut dem aktuellen Marktreport Crowdinvesting entwickelt sich der Bereich erneuerbare Energien sehr positiv. 2020 wuchs das Marktsegment um 44 % im Vergleich zu 2019. Warum eignet sich Crowdinvesting gerade hier?

Das Nachhaltigkeitsbewusstsein der Deutschen steigt stetig. Viele Bürger:innen würden sich gerne für die Energiewende einsetzen und den Klimawandel verlangsamen. Sie wissen aber nicht, wie sie dies in ihrem Alltag ohne Wohneigentum und ohne das notwendige Startkapital tun sollen. Die finanzielle Beteiligung an Umweltprojekten eröffnet Privatpersonen die Chance, selbst aktiv zu werden. Dank Crowdinvesting in nachhaltige Projekte, wird Privatpersonen der Zugang zu Großprojekten aus dem erneuerbaren Energiesektor geöffnet, die in der Vergangenheit nur Großinvestor:innen mit erheblichem Startkapital möglich waren. Anleger:innen profitieren so nicht nur von den attraktiven Zinsen, die Mezzanine-Finanzierungen bieten, sondern können auch etwas für ihr grünes Gewissen tun.

Welche Vorteile bieten Sie Anleger:innen auf GreenVesting?

Unser Crowdinvesting-Angebot vereint wesentliche Vorteile, die nachhaltig orientierte Kleinanleger:innen ansprechen: Investitionen sind schon ab 100 Euro möglich. Wir bieten einen Zugang zu neuen Nischenmärkten mit einem attraktiven festen Zinssatz bei kurz- bis langfristigen Laufzeiten. Außerdem verbessern unsere Anleger:innen ihre CO2-Bilanz.

Welche Vorteile haben Emittent:innen von Ihrem Angebot?

Aufgrund unserer Beratungskompetenz aus den Bereichen Banking und Umweltingenieurswesen können wir unsere Emittent:innen in beiden Bereichen sehr gut beraten. Wir erstellen verschiedene Modelle und prüfen diese auf Plausibilität. Wir holen gemeinsam mit ihnen das beste Potenzial aus deren Projekten heraus. Außerdem lassen wir bei komplementären Bankfinanzierungen unser Wissen einfließen, damit die Emittent:innen von einer idealen Finanzierungstruktur profitieren.

Seit 2018 arbeiten Sie mit CrowdDesk zusammen. Warum?

Wir profitieren von den vollautomatisierten Prozessen und sind froh, dass Verbesserungsvorschläge angenommen und schnell zur Optimierung der Produkte aufgenommen werden. Zudem sind der Service und unsere Ansprechpartner:innen in der Kundenbetreuung und im Marketing sehr freundlich und kompetent.

Wie sehen die Pläne von GreenVesting für die kommenden Monate aus?

Auch in der Zukunft möchten wir Emittent:innen von uns und einer digitalen Finanzierung überzeugen. Unsere Neu- und Bestandsinvestor:innen wollen wir ebenfalls weiterhin für nachhaltige Geldanlagen gewinnen.

Vielen Dank für das Gespräch, Herr Völker!

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