Die Retailisierung der Firmenkredite

Lesedauer: 2 Minuten

Veröffentlicht am 15. September 2022
Viele Vermögenswerte im privaten Kapitalmarkt sind für Privatanleger:innen nicht investierbar. Die „Retailisierung“ dieses Umfelds ist ein großer Trend im Finanzbereich. Auch eine von portagon beauftragte Studie der Frankfurt School of Finance & Management findet eine innovative Produktidee für Banken: Ihre Privatkund:innen werden zu Co-Investierenden in Firmenkrediten.

Ein neuer Zugang zum privaten Kapitalmarkt

In ihrer Studie „Das versteckte Potenzial des privaten Kapitalmarkts in Deutschland“ veranschaulichen die Autoren Prof. Michael H. Grote und Prof. Markus Fitza die Wachstumsdynamik im privaten Kapitalmarkt – und die durchschnittlich deutlich höheren Renditen für Anleger:innen. Dabei entwickeln die Professoren auch eine innovative Produktidee für Banken: Bei der Kreditvergabe an Firmenkunden erhalten die Privatkund:innen der Bank die Möglichkeit, Anteile an diesen Krediten zu erwerben und damit zu Co-Investierenden zu werden. Dieses Corporate Loan Investment Product (CLIP) eröffnet Privatanleger:innen einen bislang nicht existierenden Zugang zum privaten Kapitalmarkt.

Banken können Beziehungen zu ihren Kund:innen stärken

Der Vorteil für die Anleger:innen: Das Finanzinstitut bleibt wesentlicher Kreditgeber und übernimmt seine originären Aufgaben wie die Kreditprüfung und die fortlaufende Kontrolle. Mit CLIP als innovativem Finanzinstrument erhalten Anleger:innen damit Zugang zu einem Fremdkapital-Investment mit dem Risiko-Rendite-Profil ihrer Hausbank. Für die Banken wird durch den Verkauf von Kreditanteilen das Kreditbuch kleiner und Eigenkapital freigesetzt – als Grundlage für neue Investitionen in Wachstum. Darüber hinaus stärken sie die Beziehung zu ihren (vermögenden) Privatkund:innen: Den Zugang zum jeweiligen Firmenkredit bieten sie exklusiv und konkurrenzlos.

Emittenten und Intermediäre erschließen neue Anleger:innen

CLIP folgt der Logik des Crowdinvestments: Die Bank lässt ihre Privatkund:innen zu einheitlichen Konditionen und in gewünschter Höhe am Firmenkredit teilhaben. Es verbindet ein etabliertes Bankprodukt mit moderner Technologie, die ermöglicht, große Anlagevolumina in Anteile zu unterteilen, die für Privatanleger:innen erschwinglich sind. Diese „Retailisierung“ des privaten Kapitalmarkts ist für viele Finanzprodukte denkbar. Damit erhalten Privatanleger:innen Zugang zu Anlageoptionen mit attraktiven Renditen, Emittenten und Intermediäre erschließen neue Anleger:innen für Produkte, die bislang (semi-)professionellen Investor:innen vorbehalten waren.

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Studie über das Potenzial des privaten Kapitalmarktes

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