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Die GLS Crowd

Lesedauer: 4 Minuten

Veröffentlicht am 1. Juli 2019
Die Digitalisierung hat die Bankenlandschaft in den vergangenen Jahren nachhaltig beeinflusst. Bisher konzentrierten sich Veränderungen jedoch nur auf das Schaltergeschäft. Die GLS Bank geht einen Schritt weiter und etabliert ein neues Geschäftsmodell für Banken: die GLS Crowd.

Wo wirkt mein Geld? Wer zur Kundschaft der GLS Bank gehört, kann diese Frage genau beantworten. Der direkte Bezug zu den Projekten, in die Kapital fließt und das hohe Maß an Transparenz, zeichnet die Bank aus. Bei der digitalen Schwarmfinanzierung ist es ähnlich. Die zu finanzierenden Vorhaben sind transparent für jeden einsehbar. Kennzahlen und Unternehmenshintergründe sind für Anleger:innen frei zugänglich.

Warum also nicht beides verbinden? Gemeinsam mit CrowdDesk betreibt das sozial-ökologisch orientierte Geldhaus seit 2017 deshalb als erste europäische Bank ihre eigene Crowdinvesting-Plattform: die GLS Crowd.

GLS Crowd: Investitionen in ökologische und nachhaltige Projekte

„Mit der Schwarmfinanzierung erhielten wir ein neues Instrument, um ein bewährtes Ziel zu erfüllen: Geld dorthin zu bringen, wo es sinnvoll wirken kann“, sagt Dirk Kannacher, Mitglied des Vorstands der GLS Bank. Mit der digitalen Finanzierung lassen sich gezielt Projekte von Unternehmen finanzieren, die einen ökologischen oder sozialen Hintergrund haben, und damit in das Portfolio der GLS passen.

Die Projekte auf der GLS Crowd lassen sich unterteilen in:

  • Nachhaltige Wirtschaft
  • Erneuerbare Energien
  • Immobilien
  • Gesundheit & Soziales
  • Ernährung

Das von CrowdDesk entwickelte Betreibermodell machte diesen Schritt möglich – und das in nur drei Monaten. Denn das Modell verfügt über eine technologisch-eigenständige Infrastruktur und agiert damit losgelöst vom Kernbankensystem. Dahingegen wäre die vollständige Einbindung in die digitale Infrastruktur einer Bank mit mindestens ein bis 1,5 Jahren wesentlich zeitintensiver.

Dirk Kannacher

Dirk Kannacher

Vorstand GLS Bank

Mit der Schwarmfinanzierung können wir Geld dorthin bringen, wo es sinnvoll wirken kann.

Das Betreibermodell von CrowdDesk

Grundstein für die Zusammenarbeit zwischen GLS Bank und CrowdDesk war die neu gegründete Betreibergesellschaft und eine Plattform, die auf einer White-Label-Lösung basiert. Damit agiert die GLS Crowd losgelöst von banktypischen Prozessen und konzentriert sich ausschließlich auf das neue Geschäftsfeld, während sie gleichzeitig von der Kompetenz der Bochumer Bank profitiert.

Auf der Crowdfunding-Plattform bringt die GLS Bank ihr Netzwerk für die Auswahl geeigneter Projekte ein. Indes stellt CrowdDesk die digitalen Prozesse bereit und tritt als Betreiber auf.

So bietet die GLS Bank mithilfe der GLS Crowd sowohl Firmen- als auch Privatkund:innen eine neue Geschäftsmöglichkeit. Privatkund:innen haben die Möglichkeit, in vielversprechende Projekte zu investieren, die eine attraktive Rendite bieten und gleichzeitig echten Mehrwert schaffen. Unternehmen haben die Chance auf Mezzanine-Kapital, das sie wiederum zu einem Bankkredit befähigen kann oder mithilfe dessen sie ihr Projekt direkt finanzieren können. Für die GLS Bank bieten sich also vielfältige neue Geschäfts- und Erlöspotenziale. Ein solches zukunftsorientierte Handeln ist allerdings noch nicht zu allen Banken durchgedrungen.

Bereits 22 Projekte realisiert und 20 Millionen Euro eingesammelt

Und diese Zusammenarbeit funktioniert: Bereits nach kurzer Zeit konnte die Plattform ihr erstes Projekt – ein Solarpark der Energiegewinner eG – erfolgreich realisieren. Seitdem hat sich einiges getan. Die GLS Crowd gehört mittlerweile zu den größten Crowdinvesting-Plattformen in Deutschland.

Bisher hat die GLS Crowd 27 Projekte realisiert und im Rahmen dessen Investitionsgelder von knapp 31 Millionen Euro eingeworben. So konnten die verschiedensten nachhaltigen Projekte realisiert werden: Bau von Solar- und Windkraftanlagen, Bau von energieeffizienten Immobilien, Aufbau eines veganen Onlineshops, Wiederverwertung von Abfällen, Anlagen zur Wasseraufbereitung oder eine autarke Energieversorgung mit Solardachziegeln.

Das Besondere: Die GLS veröffentlicht zu jedem Quartal seine „Herzstücke“ – also die Projekte, an die Kredite vergeben werden. Jeder Anleger weiß also genau, wo sein Geld wirkt.

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